Dienstag, 11. Februar 2014
Therapie Besuch der Erste
Als wir unser Auto vor dem Krankenhaus parkten, war uns gar nicht klar, wie weit wir noch laufen müssen. Wir suchten und suchten nach dem Eingang meiner Therapiepraxis, vergeblich. Meine Mutter ging in eine Station des Krankenhauses, worin eine alte Dame saß,erinnerte mich an eine Nonne. Sie hatte ein schwarzes Gewand um und trug in der ebenso gleichen Farbe die passende Kopfbedeckung, welches ihr aussehen merkwürdig aussehen ließ. Meine Mutter ging zu der älteren Dame und fragte sie, ob sie denn eine Ahnung hätte, wo meine Ärztin zu finden sei. Das erste was die ältere Dame machte, war: mich anzusehen und dann zu fragen " ist ihr Kind geisteskrank?" Ich weiß nicht, ob die Menschheit von heute überhaupt noch ein bisschen Anstand mit sich bringt. Nach ewigem suchen kamen wir dann aber auch endlich dort an. Wir gingen in die Praxis, in welcher eine Frau mit roten Haaren hinter der Theke lächelte wie ein Clown, das war sehr gruselig um nicht zu sagen unheimlich. Sie gab meiner Mutter einen Zettel, welchen sie ausfüllen sollte. Meine Mutter las den Zettel und das erste was sie fragte war folgendes: " wann hast du nochmal Geburtstag?" Ich für meinen Teil finde es ein wenig sehr bedauerlich, nicht zu wissen, wann das eigene Kind Geburtstag hat aber gut, ihr ist das anscheinend egal. Meine Therapeutin kam auf uns zu, mit einem Lächeln so breit wie der Mond. Sie gab meiner Mutter die Hand, danach mir. Ich schwieg. Wir gingen in das Therapie Zimmer und setzten uns auf die roten Stühle die dort bereit standen. Ich saß links von meiner Mutter und die Therapeutin gegenüber von mir. Sie hatte einen Stammbaum vor sich liegen. Sie erklärte uns, dass sie diesen immer am Anfang einer zu behandelnden Person bereit liegen hat um darin sämtliche dinge über die Familie einzutragen. Sie sah mich an, als wäre ich ein Alien und musterte mich von oben bis unten. Sie sagte zu mir ich solle doch erzählen, aber ich schwieg. Ich konnte einfach nicht sprechen, es ging nicht. Meine mutter nahm mir zur Erleichterung den Teil ab. Sie sagte " gut, wenn du nicht anfangen willst dann fange ich an." Sie fing an zu reden, man könnte meinen meine Mutter müsste therapiert werden. Sie fing an zu weinen und erzählte sämtliche Dinge über ihr Leben, bis die Therapeutin immer mehr versuchte auf mich hinzuführen. Sie fragte mich immer mal wieder Dinge aber ich war wie verstummt, ich konnte einfach nicht reden. Bis sie mich dinge über meinen Vater ausfragte, sie hämmerte solange darauf rum, bis ich anfing zu weinen, wie ein Wasserfall. Sie stellte mir Tücher hin und sagte " hier " aber ich nahm keines. Ich konnte nicht. Sie redete noch ein wenig mit meiner Mutter, über mich und mein Umfeld, über die Schule. Meine Mutter erklärte ihr, dass ich eine Freundin namens V. habe, die krank sei und mich damit angesteckt hat. Ich habe nichts dazu gesagt, einfach weil ich die Dummheit meiner Mutter nicht an die Öffentlichkeit legen wollte. Sie erzählte, dass ich nicht krank sei, nur abhängig von V. und sie mich mit runter zieht. Ich schwieg weiterhin, meine Augen mit Tränen gefüllt. Meine Mutter fing ebenfalls an darüber zu sprechen, dass ich zu fett bin und dass ich nicht aufhören könnte zu essen. Ich fragte mich, was sie wohl damit meinte, immerhin esse ich seit Wochen kaum noch etwas aber mir war's recht egal. Meine Mutter ging nach draußen um zu warten, ich fing erneut an zu weinen. Ich wollte nicht reden müssen und wusste genau, dass genau dieser Alptraum nun wahr werden würde. Ich saß da, weinend, schluchzend, ich riss mich zusammen um nicht schreien zu müssen aber der ein oder andere innere Schrei rutschte aus mir. Sie starrte mich an, ununterbrochen und machte sich ein paar Notizen. Ich konnte sie nicht ansehen, es war mir peinlich weinen zu müssen. Als ich mich nach gefühlten 5 Minuten wieder beruhigt hatte, fragte sie mich, ob es denn dinge gäbe, die meine mutter nicht wüsste. Ich nickte. Sie fragte was das denn sei. Ich schwieg. Sie fing an " Suizid ?" ich nickte. Sie fuhr fort " SVV " ich nickte ebenfalls. Sie fragte mich, ob meine Suizid Gedanken mich täglich plagen, ich nickte ebenfalls. Sie verschwieg, gefühlte 2 Minuten sagte sie gar nichts, ich ebenfalls nicht. Auf einmal fing sie an " Du hast ein sehr schönes Gesicht, du siehst gut aus " Mir schossen die Tränen in die Augen und ich verneinte ihre Aussage, schüttelte wie verrückt meinen Kopf, konnte mich nicht mehr selbst steuern. Ich saß da und sie starrte mich erneut an, ich konnte mich nicht beruhigen, wischte mir die Tränen mit meiner Jacke aus dem Gesicht. Ich wollte gar nicht wissen, wie ich aussah, bestimmt wie ein stück scheiße haha. Sie beredete mich 10 Minuten mit Kliniken, Kuren, Ambulanter Therapie und vielem weiterem. Sie sagte, dass das vielleicht das beste für mich wäre. Und ja, meine Mutter sagte zu ihr, dass ich viel zu viel vor dem PC sitze. Sie sagte mir dann nämlich " dort wirst du keinen PC haben das wird schwer für Computersüchtige " das hat mich so aggressiv gemacht, ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr. Ich bin nicht Computersüchtig aber das versteht ja keiner.Sie fragte mich zu guter letzt noch, ob ich ihr versprechen könnte keinen Suizid zu begehen, ich zuckte mit den schultern, nach dem Motto " ich weiß nicht ". Sie fragte mich, ob ich schon Pläne hätte, wie ich mich umbringen möchte, ich verneinte, einfach weil sie das nichts anging. Danach gingen wir nach draußen. Ich dachte das ganze elend hätte ein Ende, doch dem war nicht so. Sie bat mich mit meiner Mutter erneut in das Zimmer. Sie sagte, ohne meine Erlaubnis, dass ich Suizidgefährdet bin. Sie sagte zu meiner Mutter, dass sie mir sonstige Tabletten wegnehmen sollte und alles was damit zutun hat. Ich musste erneut weinen, wow mal wieder konnte ich mich nicht zurückhalten haha. Und meine Mutter klopfte mir gegen die Schulter und sagte " Ja, das sagt sie öfters, aber im Endeffekt wird sie das nicht machen " der werde ich's zeigen haha.
Montag, 10. Februar 2014
Therapiestunde
Morgen um 9:00 Uhr wird es so weit sein, ich werde erfahren ob ich eine Klinik besuchen werde oder nicht. Ich werde morgen mein erstes Therapie Gespräch haben,mit Menschen die sich als 'normal' betrachten. Dabei empfinde ich mich als normal. Menschen die Depressionen haben, sind die realistischsten Menschen in meinen Augen. Sie sehen das, was passiert und haben keine Möglichkeit durch die Dummheit ihrerselbst sich das Leben schön zu reden. Aber das ist doch niemals negativ, ich empfinde es als positiv, immerhin bin ich in der Lage das Leben zu sehen, wie es ist. Ich werde dort morgen hin gehen und jetzt schon wissen, was passiert. Ich werde schweigen, weil ich nicht möchte, dass ein Mensch der dafür bezahlt wird mir zuzuhören etwas über mein Leben weiß. Das darf einfach nicht sein. Ich werde mich hinter meiner Maske verstecken und ihr sagen, wie gut es mir doch geht und dass meine Mutter keine Ahnung hat. Ich weiß natürlich, dass mein Plan nichts bringen wird und ich danach genau so sein werde wie jetzt auch, aber dagegen habe ich nichts. Wenn ich in den Augen der 'normalen' Menschen "gesund" wirke, dann werden sie mich entlassen und ich werde vor mich hin vegetieren können. Jedes mal am ende der Therapiestunde werde ich dasitzen und hoch und heilig versprechen, dass ich mir das Leben nicht nehme, aber wie wollen sie das bitte kontrollieren? Ich werde einfach Suizid begehen und keinen wird es interessieren, ist doch schön. Ich werde mir keine Gehirnwäsche von diesen abgestumpften Menschenseelen verpassen lassen, ich werde ich bleiben und selbst wenn ich an mir kaputt gehe, naund? Ich bin ich und es ist mir verdammt nochmal egal, wie es mir geht. Ich brauche einfach eine Auszeit. Ich brauche eine Auszeit von meinem Freund um zu mir zu finden. Ich brauche Ruhe, damit ich auf mich achten kann, versuchen kann den Dämon in mir mit meinen Klingen zu stoppen. Ich leide unter einer Sozialphobie und komme deshalb wohl erst einmal an keine neuen Klingen. Meine nun 28 Klingen sind alle schon längst abgestumpft und schneiden nicht mehr, wie ich es gerne hätte. Deshalb muss ich schauen, ob ich es demnächst mal in den DM schaffe um mir dort neue zu kaufen. Vielleicht bestell ich auch welche bei Amazon, da gibt es nämlich 100 stück für nur 10 € und das ist es mir allemal wert. Ich werde nach meinem Therapie Besuch berichten, wie es mir erging. Bis dann.
Donnerstag, 6. Februar 2014
ich gehe kaputt an der Situation
Ich weiß nicht wohin mit mir. Ich hasse mich und mein gottverdammtes Spiegelbild. Ich ertrage mich nicht mehr, ich hasse diesen Anblick, dieses falsche lächeln und dieser hässliche Charakter,er widerspiegelt sich in mir. Ich hasse mich dafür, dass ich dich nicht haben kann, dafür, dass ich nicht gut genug für dich bin. Ich hasse dieses Leben. Ich weiß nicht, wieso ich nichts für dich bin, vielleicht zu hässlich, innen sowie auch außen. Ich werde dich nie erreichen können, nie dich in meine arme schließen können. Dieser eine Traum schien perfekt, er schien als wäre es das,was ich brauche. Es schien, als wärst du alles. Dieses Gefühl verspürte ich bei nie jemand anderem. Du bist einzigartig und jedes deiner Worte brennt und befreit mich zugleich. Ich kann nicht ohne dich, dennoch sage ich es dir jeden Tag, damit du denkst du wärst nicht wichtig, dabei bist du so viel verdammt. Ich weiß nicht wie ich beweisen kann. Du sagst dir wird das alles zu viel, zu stressig. Ich kann nicht warten, ich brauche dich. Ich brauche deine Worte weil sie mir den Tag ein wenig erhellen, ich brauche dich, dich und dich. Ich hasse mich dafür, dass ich so bin zu dir aber ich kann mich nicht steuern, habe mich nicht unter Kontrolle. Ich werde nicht von mir gesteuert sondern von dem Dämon der in mir haust. Ich will doch nur etwas sein für dich, ein ganz klein wenig. Bitte, bitte sag mir doch einfach dass du mich liebst. Ich gehe kaputt daran.
Abonnieren
Kommentare (Atom)